Ausgestrahlt auf 3sat und Phoenix: "Bedingungslos glücklich - Freiheit und Grundeinkommen":
Auch in einer Zeit, in der man die großen Utopien ad acta gelegt hat, treiben neue soziale Ideen die Menschen rund um den Globus an. Eine dieser Ideen ist das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger eines Staates oder sogar alle Menschen weltweit.
Damit wären sie frei, nur die bezahlte Arbeit zu verrichten, die sie wirklich tun möchten, und könnten zugleich wichtige Arbeiten, die kaum oder gar nicht entlohnt werden, zum Wohle des Gemeinwesens leisten. Das stärkt die individuelle Verantwortung ebenso wie die gesellschaftliche Solidarität, sagen die Befürworter, und könnte auch zur Lösung der kommenden Wirtschafts- und Energiekrisen beitragen.
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Sonntag, 27. Mai 2012
Freitag, 18. Mai 2012
Bedingungsloses Grundeinkommen - Utopie oder Menschenrecht?
Ist das Grundeinkommen finanzierbar?
Anmerkung: Nachdem das Grundeinkommen sowohl in wohlhabenden (Kanada) als auch armen Staaten (Namibia) erfolgreich getestet wurde, ohne daß notwendige Arbeit unerledigt blieb, kann man es nicht mehr als Utopie bezeichnen. Gerade jetzt, wo überall in Europa aufgrund der Sparmaßnahmen die Nachfrage der Konsumenten einbricht, weil diese verarmen und sich schlicht nichts mehr leisten können, wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen ein probates Mittel, um die Nachfrage zu stabilisieren und zu erhöhen, was einen deutlichen Wachstumsimpuls zur Folge hätte. Um diesen Wachstumsimpuls zu erreichen, sollte das Grundeinkommen jedoch nicht über eine höhere Mehrwertsteuer finanziert werden, sondern über Gewinn-, Vermögens-, und Reichensteuern.
Mittwoch, 11. Februar 2009
Mit Petition zum Grundeinkommen den Bundestag zwingen, sich mit dem Thema zu befassen: Ihre Stimme zählt!
Wenn Sie von der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens begeistert sind, dann können Sie seit einer Woche eine Petition zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens unter dem folgenden Link unterzeichnen. Damit zwingen Sie den Deutschen Bundestag, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und bringen uns hoffentlich einen großen Schritt näher an ein neues Grundrecht, das den Aufbruch in eine neue soziale Moderne darstellen würde:Bundestags-Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen
Anmerkung: aufgrund des enormen Ansturms arbeitet der Bundestagsserver für die Petitionen langsamer. Zum Ausgleich verlängerte der Bundestag den Zeitraum zum Eintragen um eine weitere Woche bis zum 17. Februar 2009. Da die Medien über diese Petition nicht berichten, wäre es empfehlenswert, wenn Sie Ihren Bekannten ebenfalls von dieser Petition berichten und ermuntern, sich ebenfalls dort einzuschreiben. Um eine öffentliche Anhörung zu bewirken, sind 50.000 Namenseinträge notwendig. Bis zum heutigen Tag wurde die Hälfte bereits erreicht.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Pilotprojekt in Namibia erfolgreich – Grundeinkommen auch in Ländern der Dritten Welt als Lösung für Armut, Hunger, Gesundheit und Bildung
Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens läßt sich auf verschiedene Weise in die Realität umsetzen und ist nicht nur auf reiche Industrienationen anwendbar. Die Allgemeine Zeitung Windhoek zog eine erste Bilanz des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojektes zum Grundeinkommen in dem namibischen Dorf Otjivero / Omitara mit ca. 1000 Einwohnern:„Die Zahlung eines Grundeinkommens (Basic Income Grant, BIG) reduziert die Armut deutlich und trägt zur Steigerung des Lebensstandards der Empfänger bei.“
Weiter heißt es in dem Bericht: „Das Geld sollte ermöglichen, dass die Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen – das haben wir erreicht“, sagte Bischof Zephania Kameeta vom Namibischen Kirchenrat CCN. Wie die Studie nun deutlich macht, habe sich die Situation der Menschen binnen sechs Monaten grundlegend geändert. „Sie bezahlen von dem Geld nur grundlegende Dinge: Essen, Schulgebühren und -uniformen. Niemand hat neue Schuhe oder ein Auto erwähnt“, erklärte Hilma Shindondola-Moton, Direktorin des Arbeitsforschungsinstituts und BIG-Partners LaRRI, das die Studie angefertigt hat. Die Nahrungsmittelsicherheit der Bewohner von 20 auf 60 Prozent erhöht. Der tägliche Mangel an Lebensmitteln sei zudem von 30 auf zwölf Prozent zurückgegangen. Außerdem hätten im ersten Halbjahr 2008 doppelt so viele Kinder wie sonst die Schule besucht, weil die Gebühren dafür bezahlt worden seien. Die Zahl der Fehlstunden durch Schulbummelei sei um 50 Prozent zurückgegangen. Herbert Jauch von LaRRI wies auf den Aspekt der „armutsbedingten Kriminalität“ hin. Diese sei von 28 auf elf Fälle (jeweils in einem 5-Monats-Zeitraum) zurückgegangen. „Mit dem Wissen über die Ergebnisse der Studie ist es jetzt sogar kriminell, BIG für ganz Namibia nicht zu unterstützen.“
Die Berliner Zeitung schreibt auch über den Zugewinn an Gesundheit: "Sana Gaueroman genießt die Sonne, während sie vor der Krankenstation des Dorfes darauf wartet, dass ihre zweijährige Tochter Paloma für ihre Polioimpfung aufgerufen wird. "Eigentlich hätte sie die schon kurz nach der Geburt bekommen sollen, aber das konnte ich mir nicht leisten", gesteht die arbeitslose Mutter von drei Kindern. Vier namibische Dollar kostet die Impfung, umgerechnet 32 Euro-Cent. Aber die hatte Gaueroman nicht übrig."
Links hierzu:
Weiter heißt es in dem Bericht: „Das Geld sollte ermöglichen, dass die Menschen ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen – das haben wir erreicht“, sagte Bischof Zephania Kameeta vom Namibischen Kirchenrat CCN. Wie die Studie nun deutlich macht, habe sich die Situation der Menschen binnen sechs Monaten grundlegend geändert. „Sie bezahlen von dem Geld nur grundlegende Dinge: Essen, Schulgebühren und -uniformen. Niemand hat neue Schuhe oder ein Auto erwähnt“, erklärte Hilma Shindondola-Moton, Direktorin des Arbeitsforschungsinstituts und BIG-Partners LaRRI, das die Studie angefertigt hat. Die Nahrungsmittelsicherheit der Bewohner von 20 auf 60 Prozent erhöht. Der tägliche Mangel an Lebensmitteln sei zudem von 30 auf zwölf Prozent zurückgegangen. Außerdem hätten im ersten Halbjahr 2008 doppelt so viele Kinder wie sonst die Schule besucht, weil die Gebühren dafür bezahlt worden seien. Die Zahl der Fehlstunden durch Schulbummelei sei um 50 Prozent zurückgegangen. Herbert Jauch von LaRRI wies auf den Aspekt der „armutsbedingten Kriminalität“ hin. Diese sei von 28 auf elf Fälle (jeweils in einem 5-Monats-Zeitraum) zurückgegangen. „Mit dem Wissen über die Ergebnisse der Studie ist es jetzt sogar kriminell, BIG für ganz Namibia nicht zu unterstützen.“
Die Berliner Zeitung schreibt auch über den Zugewinn an Gesundheit: "Sana Gaueroman genießt die Sonne, während sie vor der Krankenstation des Dorfes darauf wartet, dass ihre zweijährige Tochter Paloma für ihre Polioimpfung aufgerufen wird. "Eigentlich hätte sie die schon kurz nach der Geburt bekommen sollen, aber das konnte ich mir nicht leisten", gesteht die arbeitslose Mutter von drei Kindern. Vier namibische Dollar kostet die Impfung, umgerechnet 32 Euro-Cent. Aber die hatte Gaueroman nicht übrig."
Links hierzu:
Bedingungsloses Grundeinkommen –ein neues Bürgerrecht löst Widerspruch zwischen technischem Fortschritt, steigender Arbeitslosigkeit und Armut auf
Folgende Argumente der Initiative „Freiheit statt Vollbeschäftigung“ sind insbesondere in Zeiten der wirtschaftlichen Krise und der damit verbundenen Armutsexplosion wichtiger denn je:- Arbeitsleistung zur Grundlage der Teilhabe am Wohlstand zu machen, ist gerecht, solange Wohlstand überwiegend durch menschliche Arbeitskraft erzeugt wird. Heute aber wird menschliche Arbeitskraft mehr und mehr durch "Maschinen" (Automaten, Computersoftware) ersetzt. Halten wir dennoch an der ausschließlichen Verteilung von Einkommen über Arbeitsleistung fest, führt das entweder zu steigender Arbeitslosigkeit oder zu sinkenden Einkommen.
- Der Wohlstand unseres Landes ist der Wohlstand aller Bürger. Er geht auf die Leistungen aller Bürger zurück, auch auf die Leistungen vorangehender Generationen. Deshalb gebietet es die Gerechtigkeit, alle Bürger an diesem Wohlstand zu beteiligen.
- Unser Wohlstand ist das Ergebnis erfolgreicher Innovationen. Innovationen steigern die Produktivität und befördern die Wertschöpfung: Sie ermöglichen es, Arbeitsabläufe zu automatisieren und menschliche Arbeitskraft einzusparen. Arbeitslosigkeit ist kein Zeichen von Armut, sondern ein Ausdruck der Produktivität und des Vermögens unseres Landes.
- Verzicht auf Innovationen ist Verzicht auf Wohlstand und damit auf Freiheit von unnötiger Arbeit. Freiheit der Bürger ist auch Freiheit von unnötiger Arbeit, die durch programmierbare Automaten verrichtet werden kann.
- Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger zur Arbeit zu zwingen, mißtraut ihrer Gemeinwohlbindung und schränkt die bürgerlichen Freiheiten ein.
- Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung hat zur Folge, daß Arbeitslose und Arbeitnehmer für die wirtschaftliche Produktivität unseres Landes bestraft werden. Sie werden gezwungen, ihre Arbeitskraft zu sinkenden Löhnen und Gehältern bei reduzierter sozialer Absicherung zu verkaufen, obwohl ihre Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird.
- Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung hat zur Folge, daß Bürger - ohne Not - dauerhaft zu Tätigkeiten gezwungen werden, die automatisierbar sind. Automatisierbare Arbeit ist ersetzbare Arbeit; ersetzbare Arbeit kann nicht sinnstiftend sein. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung geht somit für eine steigende Anzahl von Bürgern mit dem Verlust beruflicher Sinnstiftung einher.
- Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung zieht eine Verschwendung von Lebenszeit der Bürger nach sich, weil sie an geisttötende, unwürdige Arbeiten gebunden werden. Die Zeit wird sinnlos "abgesessen" und kann nicht für sinnvolle Tätigkeiten genutzt werden; die Würde des Menschen wird mißachtet.
- Wenn Würde und Integrität von Menschen nicht mehr die oberste Richtschnur politischer Entscheidung sind, wird das politische Gemeinwesen in seinen Grundfesten erschüttert.
- stärkt die Familie. Sie kann sich der Erziehung und der Fürsorge für ihre Kinder widmen, ohne sich um ihre Einkommenssicherung zu sorgen.
- fördert Innovation in allen gesellschaftlichen Bereichen und ermöglicht die dazu erforderliche Muße. Innovative Ideen können frei entwickelt werden, ohne daß sie vom Absatz an einem Markt abhängig sind.
- stärkt die Unternehmen. Sie können automatisieren, ohne sich Sorgen um entlassene Mitarbeiter zu machen. Sie können auf leistungsbereite Mitarbeiter setzen, denn Erwerbsarbeit wird freiwillig geleistet.
- stärkt die Volkswirtschaft. Unproduktive Industrien und Wirtschaftszweige müssen nicht mehr subventioniert werden.
- ermöglicht einen umfassenden Abbau von Bürokratie, auch in den Sozialsystemen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt weitestgehend bestehende Sozialleistungen.
1968 und der fehlende Aufstand angesichts größerer Probleme heute (kurzer Ausschnitt aus einer Podiumsdiskussion):
Links hierzu:
- www.freiheitstattvollbeschaeftigung.de
- Der Grundeinkommensblog
- Netzwerk Grundeinkommen
- unternimm-die-zukunft.de
- Pro Bürgergeld
- Existenzgeld-Debatte / Bedingungsloses Grundeinkommen
- Existenzgeld
- Aktuelle Nachrichten + Links zum Grundeinkommen
- Aktion Grundeinkommen: Kalender mit Veranstaltungen
- Aktion Grundeinkommen: Initiativen in Ihrer Stadt - Deutschlandkarte mit Einträgen
- Grünes Netzwerk Grundeinkommen
- BAG Grundeinkommen der Linkspartei
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Kulturimpuls Grundeinkommen – der Film
"Mit dem Grundeinkommen würde Einkommen zum Bürgerrecht.""Und wer macht dann die Drecksarbeit?"
Falls Ihnen die in dem letzten Artikel bezüglich des Films „Zeitgeist 2 – Addendum“ vorgebrachte Vision einer geldfreien Wirtschaft zu weit geht, empfehle ich den Film „Kulturimpuls Grundeinkommen“. Wenn Sie sich geistig bereichern wollen, und eine realistische, durchgerechnete und machbare Alternative zu den jetzigen Zwängen innerhalb dieses Systems sehen möchten, dann klicken Sie auf folgenden Link:
www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Hier können Sie online den hochwertigen Film ansehen oder ihn sich bei Bedarf herunterladen. Die Weitergabe auf DVD’s ist frei und die Weiterverbreitung ausdrücklich erwünscht. Die Zeit war noch nie so reif für diese Idee wie jetzt!
Hier einige Medienstimmen zu dem Film:
„ Es ist ein kleiner kluger Film über den Zustand unserer Welt. Eine Art „Sendung mit der Maus“, die zu erklären versucht, wie das Grundeinkommen funktioniert, wer es finanzieren und was es bewirken könnte.“
Mikael Krogerus, brand eins
"Der Film Grundeinkommen ist weit mehr als eine Sammlung von Fragen, Antworten und Argumenten. Man sieht und hört zwar viele Zeitzeugen, es gibt Grafiken und alles was zu einem Dokumentarfilm mit Aufklärungs-Anspruch gehört, aber es hat auch utopische und überraschende Einstellungen in diesem Film.“
Echo
„Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.“
Michael Sennhauser, Schweizer Radio DRS
„Der Film «Grundeinkommen» macht neugierig und lädt zum Weiterdenken ein. Eine äusserst sehenswerte Lektion Wirtschaftskunde.“
Basler Zeitung
„Der Film hinterlässt einen tiefen Eindruck. Er macht nachdenklich und fordert die individuelle Aktivität. Er löst die Scheu vor der Unbequemlichkeit des Denkens. Er weckt lebendiges Interesse an den Angelegenheiten der Gesellschaft und macht sie zum eigenen Bewusstseinsinhalt. Ein Kulturimpuls jenseits von Idealismus, eine Herausforderung!“
Nadine Aeberhard-Josche, Info3
Links hierzu:
Hier können Sie online den hochwertigen Film ansehen oder ihn sich bei Bedarf herunterladen. Die Weitergabe auf DVD’s ist frei und die Weiterverbreitung ausdrücklich erwünscht. Die Zeit war noch nie so reif für diese Idee wie jetzt!
Hier einige Medienstimmen zu dem Film:
„ Es ist ein kleiner kluger Film über den Zustand unserer Welt. Eine Art „Sendung mit der Maus“, die zu erklären versucht, wie das Grundeinkommen funktioniert, wer es finanzieren und was es bewirken könnte.“
Mikael Krogerus, brand eins
"Der Film Grundeinkommen ist weit mehr als eine Sammlung von Fragen, Antworten und Argumenten. Man sieht und hört zwar viele Zeitzeugen, es gibt Grafiken und alles was zu einem Dokumentarfilm mit Aufklärungs-Anspruch gehört, aber es hat auch utopische und überraschende Einstellungen in diesem Film.“
Echo
„Wenn jeder sein eigener König ist, muss keiner der König des anderen sein.“
Michael Sennhauser, Schweizer Radio DRS
„Der Film «Grundeinkommen» macht neugierig und lädt zum Weiterdenken ein. Eine äusserst sehenswerte Lektion Wirtschaftskunde.“
Basler Zeitung
„Der Film hinterlässt einen tiefen Eindruck. Er macht nachdenklich und fordert die individuelle Aktivität. Er löst die Scheu vor der Unbequemlichkeit des Denkens. Er weckt lebendiges Interesse an den Angelegenheiten der Gesellschaft und macht sie zum eigenen Bewusstseinsinhalt. Ein Kulturimpuls jenseits von Idealismus, eine Herausforderung!“
Nadine Aeberhard-Josche, Info3
Links hierzu:
- http://www.grundeinkommen.tv/blog/ (Informationen und Trailer)
- www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen (Den Film online sehen oder herunterladen)
- zum Lesen: Das Heft zum Film
- Initiative Grundeinkommen
Mittwoch, 2. Juli 2008
Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen
Menschen arbeiten in Jobs, die sie nicht mögen, um sich Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen.Dieser Satz ist nicht von mir, und ich werde die Quelle hierfür nachreichen. Vielleicht wird Ihnen ja anhand dieses prägnanten Satzes die "Sinnhaftigkeit" unserer Wirtschaftsweise deutlich.
Viele Arbeiten sind unnötig. Gesamte Branchen sind unnötig (Finanzdienstleister) und manche ziehen sogar deutlich negative Folgen hinter sich her (Rüstungsindustrie). Die letzte argumentative Rückfallposition lautet dann meist: "Aber womit sollen die Leute dann ihr Geld verdienen?"
Wir leben in einer Zeit, in der die Produktivität zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit so hoch ist, daß jeder Mensch auf der Welt mit ausreichenden Nahrungsmitteln versorgt werden könnte, mit einem Dach über dem Kopf, mit Gesundheitsversorgung und mit frei zugänglichen Informationen. Dennoch wird an der herkömmlichen Arbeitswelt festgehalten.
Die Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens bieten einen Ausweg an. Doch bevor diese überhaupt ihr Anliegen begründen können, werden die alten Gegenargumente herausgeholt, wovon die wichtigsten beiden folgende sind:
1. Wer macht dann all die unbeliebten Arbeiten, für die es nur einen geringen Lohn gibt?
2. Wer soll das finanzieren?
Die erste Frage läßt sich leicht beantworten: unbeliebte, aber notwendige Arbeiten müssen attraktiver gemacht werden - höhere Löhne und humanere Arbeitsbedingungen sind die zwei wichtigsten Anreize. Das Lohnabstandsgebot, welches die CDU immer wieder gern bemüht, wäre dadurch auch gesichert, denn wer arbeitet, hat dann immer mehr als der, der nicht arbeitet.
Die zweite Frage ist schon komplizierter, da es hierzu verschiedene Modelle gibt, die auch über die Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens entscheiden. Ich benutze zur Beantwortung ein Reizwort der veröffentlichten Massenmeinung: Umverteilung. Von oben nach unten. Das Potential ist groß, denn bisher müssen die ärmeren 50 % aller Bundesbürger mit läppischen 4 % der Einkommen auskommen. Eine weitere Finanzierungsquelle ist Ersparnis: viele bisherige Sozialleistungen könnten wegfallen und vom bedingungslosen Grundeinkommen abgedeckt werden. Man bräuchte dann weder Hartz IV, Bafög, Kindergeld, Grundrenten, Krankengeld u.s.w.. Rechnen Sie mal alle Sozialleistungen in Deutschland zusammen und teilen es durch die Gesamtzahl der Bürger. Über 700 Euro sind es derzeit, die allerdings durch Ämter, Behörden, Arbeitsagenturen u.s.w. verwaltet, berechnet und kanalisiert werden. Stellen Sie sich nur mal vor, wie es wäre, wenn sich die Arbeitsagenturen zu 100% auf die Vermittlung von Arbeit konzentrieren könnten und nicht der Großteil ihrer Mitarbeiter mit der komplizierten Berechnung und Überprüfung von Millionen "Fällen" gebunden wäre.
Der Mensch ist weit mehr als nur seine Arbeitskraft. Wer seine Erfüllung und seinen Lebenssinn aus seiner Arbeit zieht, der kann sich glücklich schätzen, sofern er eine Arbeit hat. Aber der Mensch ist wesentlich komplexer, als dass er seinen Lebenssinn nur aus abhängiger Lohnarbeit ziehen kann und sollte!
Hier ein Beitrag von Studenten zum Grundproblem von Arbeit in unserem Wirtschaftssystem:
Was Menschen tun, wenn sie nicht müssen
Und hier noch etwas zum Lachen, falls Sie sich angegriffen fühlten durch meine Erwähnung überflüssiger Branchen und Berufe:
Volker Pispers - Berufsgruppen, die diese Welt nicht braucht
Viele Arbeiten sind unnötig. Gesamte Branchen sind unnötig (Finanzdienstleister) und manche ziehen sogar deutlich negative Folgen hinter sich her (Rüstungsindustrie). Die letzte argumentative Rückfallposition lautet dann meist: "Aber womit sollen die Leute dann ihr Geld verdienen?"
Wir leben in einer Zeit, in der die Produktivität zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit so hoch ist, daß jeder Mensch auf der Welt mit ausreichenden Nahrungsmitteln versorgt werden könnte, mit einem Dach über dem Kopf, mit Gesundheitsversorgung und mit frei zugänglichen Informationen. Dennoch wird an der herkömmlichen Arbeitswelt festgehalten.
Die Befürworter eines bedingungslosen Grundeinkommens bieten einen Ausweg an. Doch bevor diese überhaupt ihr Anliegen begründen können, werden die alten Gegenargumente herausgeholt, wovon die wichtigsten beiden folgende sind:
1. Wer macht dann all die unbeliebten Arbeiten, für die es nur einen geringen Lohn gibt?
2. Wer soll das finanzieren?
Die erste Frage läßt sich leicht beantworten: unbeliebte, aber notwendige Arbeiten müssen attraktiver gemacht werden - höhere Löhne und humanere Arbeitsbedingungen sind die zwei wichtigsten Anreize. Das Lohnabstandsgebot, welches die CDU immer wieder gern bemüht, wäre dadurch auch gesichert, denn wer arbeitet, hat dann immer mehr als der, der nicht arbeitet.
Die zweite Frage ist schon komplizierter, da es hierzu verschiedene Modelle gibt, die auch über die Höhe des bedingungslosen Grundeinkommens entscheiden. Ich benutze zur Beantwortung ein Reizwort der veröffentlichten Massenmeinung: Umverteilung. Von oben nach unten. Das Potential ist groß, denn bisher müssen die ärmeren 50 % aller Bundesbürger mit läppischen 4 % der Einkommen auskommen. Eine weitere Finanzierungsquelle ist Ersparnis: viele bisherige Sozialleistungen könnten wegfallen und vom bedingungslosen Grundeinkommen abgedeckt werden. Man bräuchte dann weder Hartz IV, Bafög, Kindergeld, Grundrenten, Krankengeld u.s.w.. Rechnen Sie mal alle Sozialleistungen in Deutschland zusammen und teilen es durch die Gesamtzahl der Bürger. Über 700 Euro sind es derzeit, die allerdings durch Ämter, Behörden, Arbeitsagenturen u.s.w. verwaltet, berechnet und kanalisiert werden. Stellen Sie sich nur mal vor, wie es wäre, wenn sich die Arbeitsagenturen zu 100% auf die Vermittlung von Arbeit konzentrieren könnten und nicht der Großteil ihrer Mitarbeiter mit der komplizierten Berechnung und Überprüfung von Millionen "Fällen" gebunden wäre.
Der Mensch ist weit mehr als nur seine Arbeitskraft. Wer seine Erfüllung und seinen Lebenssinn aus seiner Arbeit zieht, der kann sich glücklich schätzen, sofern er eine Arbeit hat. Aber der Mensch ist wesentlich komplexer, als dass er seinen Lebenssinn nur aus abhängiger Lohnarbeit ziehen kann und sollte!
Hier ein Beitrag von Studenten zum Grundproblem von Arbeit in unserem Wirtschaftssystem:
Was Menschen tun, wenn sie nicht müssen
Und hier noch etwas zum Lachen, falls Sie sich angegriffen fühlten durch meine Erwähnung überflüssiger Branchen und Berufe:
Volker Pispers - Berufsgruppen, die diese Welt nicht braucht
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