Dienstag, 29. Juli 2008

Die Verbrechen der Eugenik - heute im neuen Gewand?

Hat es die Eugenik geschafft, nach dem 2. Weltkrieg zu überwintern und sich in unverdächtigen neuen Namen wie "Bevölkerungskontrolle" bis in die Gegenwart zu verstecken? Wann entwickelten sich diese Ideen, und wer waren ihre Protagonisten und Nutznießer? Der Alex Jones-Film "Endgame" zeigt den drastischen Denkansatz mancher heutiger Wissenschaftler, die nichts geringeres anstreben, als die Auslöschung von 80 Prozent der Menschheit. Es werden Verbrechen im Namen einer Scheinwissenschaft quer durch verschiedene Länder und Zeitepochen gezeigt, denn staatliche Eugenik gab es nicht nur im nationalsozialistischen Deutschland, sondern z.B. auch in den USA oder Schweden, teilweise bis in die 70er Jahre hinein. Inzwischen sollen DNA-Tests in Großbritannien bei Kindern schon vor der Einschulung eine spätere Verhaltensauffälligkeit vorhersagen, und DNA-Datenbanken werden angelegt - es erinnert frappierend an die Vermessung von Köpfen im Hitler-Regime nach "völkischen" Merkmalen. Unter den US-Soldaten, die seit 2005 verpflichtende Impfungen mit unbekanntem Inhalt erhalten, treten Lähmungen, Krebserkrankungen und in einigen Fällen auch Todesfälle schon wenige Wochen nach der Injektion auf. Werden hier biologische Kriegswaffen an eigenen Soldaten getestet? Die Situation ist jetzt schon ernst, und dieser Film zeichnet ein düsteres Zukunftsbild für den Fall, daß die Menschheit nicht die Kontrolle über das eigene Leben von undemokratischen und selbsternannten Eliten zurückfordert.
Ich gebe zu, daß beim ersten Ansehen dieses Films die Skepsis über die darin vertretenen Thesen groß war, doch bisher hielten sie (leider) einer Überprüfung stand.

Links zu diesem Thema:
Besorgniserregende Pentagon-Experimente mit Biokriegs-Impfstoffen
Bibliografie zum Film "Endgame"

Kriege - ein menschengemachtes Übel muss abgeschafft werden!

Die Menschheit ist seit dem Zünden der ersten Atombombe an einem Entwicklungspunkt angekommen, an dem das Überleben der Zivilisation und des Lebens auf diesem Planeten insgesamt bedroht ist. Zudem ziehen selten diejenigen in den Krieg, die ihn befohlen haben. Krieg ist keine Naturgewalt. Es ist an der Zeit, dieses menschengemachte Vernichtungspotential abzuschaffen und die freiwerdenden Mittel für die Lösung von vielfältigen Menschheitsproblemen einzusetzen. Die heutigen Waffen (Atomwaffen, Wasserstoff- und Neutronenbomben, chemische Waffen, tödliche Krankheitserreger als biologische Waffen) sind zu gefährlich, um sie der Entscheidungsgewalt einiger weniger zu überlassen, die bisher nicht selten durch Verantwortungslosigkeit aufgefallen sind. Kein vermeintlicher Kriegsgrund ist es wert, den gesamten Planeten in Gefahr zu bringen und Menschen unsägliches Leid zu bringen. Raffen wir uns endlich im 21. Jahrhundert zu einem Bewußtseinswandel auf und beseitigen diese Menschheitsgeißel? Ich hoffe doch. Wir sind der Souverän.
"Welt ohne Kriege" - ein Kurzfilm

Konzerne - Verhalten klinischer Psychopathen

"Corporations have been enthroned and an era of corruption in high places will follow."
Abraham Lincoln, 21. November 1864
Übersetzt: "Konzerne wurden inthronisiert, und eine Ära der Korruption auf höchsten Ebenen wird folgen."

Der kanadische Film "The Corporation" untersucht die Geschichte und das Verhalten von Konzernen.

Inzwischen sind sie mit über der Hälfte des globalen Wirtschaftanteils die dominanten Spieler der Welt. Regierungen ordnen sich ihnen unter und konkurrieren sich zugrunde um die niedrigsten Steuersätze und höchsten Subventionen.

Lassen sich ökologische und soziale Werte mit ihnen vereinbaren, oder ist Profit die einzige Moral? Und sind Konzerne wirklich profitabel, wenn man die durch sie versuchten sozialen und ökologischen Folgeschäden miteinbezieht in eine Gesamtrechnung?

Mit einem ungewöhnlichen Blickwinkel betrachtet dieser Film Konzerne: Könnte man juristische Personen wie reale Personen psychologisch untersuchen - wie würde das Urteil ausfallen?
The Corporation - Teil 1/2


The Corporation - Teil 2/2

Abgereichertes Uran - Kriegsverbrechen für Generationen

"Depleted Uranium" - es kontaminiert das Kriegsgebiet mit Radioaktivität, für diese und unzählige nächste Generationen. Die Folgen sind eine regelrechte Explosion der Krebserkrankungen, Fehlgeburten und Mißbildungen bei Kindern im Irak, in Serbien, in Bosnien und im Kosovo.
Radioaktive Strahlung unterscheidet nicht zwischen Streitkräften und der Zivilbevölkerung, zwischen eigenen Soldaten und Gegnern. Sie unterscheidet nicht zwischen der Gegenwart und der Zukunft. Die Halbwertszeit von Uran liegt bei 4 ein halb Milliarden (!) Jahren, d.h. nach Ablauf dieser Zeit ist erst die Hälfte des Urans unter Abgabe radioaktiver Strahlung zerfallen.
Der Einsatz von abgereichertem Uran im Krieg durch den Westen, insbesondere der USA ist nach allen Maßstäben ein Kriegsverbrechen und ein eindeutiger Verstoß gegen die Menschenrechte! Die Verharmlosung oder Verheimlichung ihres Einsatzes ist ein Betrug an der westlichen Öffentlichkeit. Der Einsatz von abgereichertem Uran muß sofort eingestellt werden!

Der WDR-Film "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" rüttelt am Selbstverständnis des 'zivilisierten' Westens.

Der Krieg gegen die Demokratie

John Pilger gehört seit Jahrzehnten zu den mutigsten Journalisten und Filmemachern.

In seinen Dokumentationen sieht man die Wahrheit über die Heuchelei des Westens, wie sie in den Massenmedien nicht gezeigt wird.

In diesem preisgekrönten Film "War on Democracy", der bisher nur in englischer Sprache vorliegt, erfahren Sie, wie die USA Demokratie verhindern, welche Grausamkeiten in Südamerika auf das Konto der verschieden US-Administrationen gehen und wie es dieser Kontinent inzwischen schafft, der Einflußnahme Washingtons mehr und mehr zu trotzen.

Warum dieses Geldsystem scheitern muss

Finanzkrisen, Inflation bei Nahrungsmitteln und Energieträgern, Staatsverschuldung, Zentralbanken und Zinseszins: All diese Erscheinungen sind für sich genommen dramatisch genug und Ausdruck eines Geldsystems, das kaum jemand hinterfragt.

Was ist Geld überhaupt, und wie kann ein zinsbasiertes Geldsystem zu den aufgezählten Folgen führen?

Der folgende Film "Fabian-Gib mir die Welt plus 5 %" erklärt auf anschauliche Weise diese Fragen und Erscheinungen.

Armut und Reichtum: "Leistungsträger"

Ich vertrete folgende These: Solange es Armut gibt, hat Reichtum keine moralische Existenzberechtigung! Eigentum verpflichtet. Warum sollte jemand in das Grundgesetz etwas unüberlegtes schreiben?
Eigentlich sollten die Prioritäten klar sein: Erst muß Armut beseitigt werden, und dann kann man immer noch diskutieren, ob Reichtum unbedingt nötig ist. In einem Anfall von kurzzeitiger Ehrlichkeit (von diesen Anfällen erholt sie sich meist recht schnell) hat unsere Regierung den Bericht zu diesem Thema "Armuts- und Reichtumsbericht" genannt. Denn Armut und Reichtum sind zwei Seiten einer Medaille: Reichtum auf der einen Seite bedingt die Armut auf der anderen. Was ist wichtiger? Daß alle Menschen in diesem Land ein Dach über dem Kopf haben, sich Essen leisten, die Heizkosten und die Praxisgebühr bezahlen können? Oder daß sich jemand nach dem Zweitwagen noch eine Yacht leisten kann? Ich bitte Sie: muß man darüber als vernünftiger Mensch ernsthaft diskutieren? In diesem Land schon.

Links zu diesem Thema:
- Kinderernährung und Armut in Deutschland
- Auch SPD-Abgeordnete fordern höheres ALG2

"Leistungsträger"
Ich gebe zu, daß es unfair ist, unter all den Leistungsträgern nicht jemanden der 'harmloseren' Sorte wie Ackermann oder Zumwinkel auszuwählen. Eine der reichsten Familien Deutschlands (BMW u.a.) hat Unternehmensgewinne aus der Zeit des Faschismus am Nürnberger Kriegsverbrechertribunal vorbeigeschleust und in die Nachkriegszeit gerettet. Diese Gewinne kamen auch durch Beschäftigung von KZ-Zwangsarbeitern zustande, die unter schlimmsten Arbeitsbedingungen in den Fabriken dieser Familie mit Schwermetallen verseucht wurden. "Das Schweigen der Quandts"/NDR

Forschungsergebnisse vorenthalten für Profite?



Wenn man die Evolution auch rückwärts laufen lassen kann, wie in diesem Beitrag gezeigt wird, muß folgende Frage diskutiert werden: Haben wir wirklich bereits ein solches Verständnis der DNA, um gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel für Menschen einzusetzen?
Sehen Sie in diesem Bericht, wie Profite mit Pestiziden preiswerte Alternativen ver- und Forschung behindern.

Link zu diesem Thema:
http://www.urzeit-code.com

Sonntag, 27. Juli 2008

Möglichkeit zur Todesstrafe im EU-Reformvertrag laut Prof. für Öffentliches Recht

Einführung der Todesstrafe wieder möglich?
Vielleicht sollten wir Irland dankbar sein für die Ablehnung des EU-Reformvertrages, denn neben den in den Massenmedien beworbenen Verbesserungen hätten gleichzeitig Verschlechterungen Einzug gehalten. Universitätsprofessor Dr. Karl Albrecht Schachtschneider klagt derzeit im Auftrag des Abgeordneten Gauweiler gegen einen Vertrag, der von unserer Regierung und dem Bundestag bereits beschlossen wurde. Wie viele Abgeordnete haben öffentlich geäußert, vor ihrem Votum diesen weitreichenden Vertrag tatsächlich gelesen zu haben? Nicht eine/r? Wenn Sie mir auch nur einen einzigen nennen können, dann posten Sie mir bitte den Namen in einem Kommentar.
Es ist erschreckend, daß ein Vertrag, der Vorrang vor dem Grundgesetz bekäme, von Abgeordneten nicht gelesen wurde. Nur aufgrund der anhängigen Klagen in Karlsruhe wurde der letzte Schritt der Ratifizierung bisher noch nicht vollzogen: die Unterschrift des Bundespräsidenten Köhler.
Würde der Reformvertrag wie geplant am 1. Januar 2009 in Kraft treten, dann wäre es mit den Grundrechten vereinbar, im Kriegs- oder Bedrohungsfall wieder die Todesstrafe einzuführen. Ferner wäre Aufruhrbekämpfung mit Waffengewalt ermöglicht. Ein Aufstand der Bevölkerung könnte gewaltsam niedergeschlagen werden.
Das heißt nicht, daß jedes EU-Mitgliedsland sofort davon Gebrauch machen würde. Dennoch: die aufgeführten Fälle eines Krieges oder einer Sicherheitsbedrohung sind angesichts all der jetzigen militärischen Einsätze von EU-Staaten nicht aus der Luft gegriffen, und ständig neue Bedrohungssituationen - artikuliert durch unseren Innenminister für nachhaltige Angstproduktion - lassen sich immer finden.
Es ist bedauerlich, wie der richtige Gedanke der europäischen Völkerverständigung für Aufrüstungszwang, Festschreibung des Neoliberalismus als einziger Wirtschaftsform und für eine Aufweichung von Grundrechten mißbraucht wird.
Ein durch und durch demokratisches Europa, daß soziale Mindestgrenzen schützt und sich in der Welt durch eigenes Vorbild als Friedensmacht etabliert, energetische Unabhängigkeit und Umweltschutz fördert - das wäre schon eher ein Europa der Bürger.

Kanzlerin Merkel zur Überwachung aller Bürger

Merkel plädiert für staatliche Überwachung
Nimmt man das in dieser Rede der Bundeskanzlerin geäußerte Demokratieverständnis beim Wort, dann darf staatliche Überwachung nicht demokratisch diskutiert werden, sondern muß durchgesetzt werden.

Auch in der Rede als CDU-Vorsitzende zur Festveranstaltung „60 Jahre CDU“ am 16. Juni 2005 in Berlin zeigte sie ein interessantes Verhältnis zum deutschen Grundgesetz: "Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit."

Link zur Rede von Kanzlerin Merkel: "60 Jahre CDU" (Zitat auf Seite 3)

Sicherheitsrisiken des RFID-Chips für jeden Bürger schon heute

Dieser Beitrag von "Monitor"/ARD zeigt, daß selbst Bürger, die noch nie etwas vom RFID-Chip gehört haben, über die Radio-Frequenz-Identifikation schon bald ausgespäht werden können. Denn vielleicht haben Sie Kleidung mit einem RFID-Verichip gekauft.

Inzwischen wurde ein Patent auf die Kombination eines RFID-Chips mit GPS-Lokalisierung eingereicht. Das hätte wahrscheinlich selbst Orwells Vorstellungskraft übertroffen.

Sollte über die Implikationen dieser Technologie nicht eine demokratische Diskussion erfolgen?
Monitor RFID Report

Implantierter RFID-Chip bei Menschen

Die IBM Credit Corporation finanziert das RFID-Verichip-Dachunternehmen "Applied Digital Solutions" und bewirbt die Implantierung des reiskorngroßen Chips in Menschen. Dabei wird der Chip, der zuvor nur für Waren und Haustiere eingesetzt wurde, mit einer Spritze direkt unter die Haut gesetzt.

Aber kann man einem Unternehmen wie IBM vertrauen, daß im 2. Weltkrieg davon profitierte, dem nationalsozialistischen Regime Deutschlands "Hollerith"-Maschinen zur Verfügung zustellen? Die auf den Arm tätowierten 6-stelligen Identifikationsnummern der KZ-Häftlinge stammten von diesen Maschinen und halfen mit, diese Todesmaschinerie zu ermöglichen.

RFID-Chips sind entgegen den Herstellerangaben nicht sicher. Sie können leicht ausgelesen werden, ohne daß der Träger des Chips es mitkriegt. Persönliche medizinische Daten des Chips könnten leicht mißbraucht werden. Der staatlichen Überwachung ist damit das Tor weit geöffnet durch die Erstellung von Bewegungsprofilen. Kommt der RFID-Chip in die Nähe einer starken elektromagnetischen Quelle, kann der Chip zu Verbrennungen des Trägers führen.
Der Chip kann nur durch einen ärztlichen Eingriff wieder entfernt werden.
Die Londoner Polizei und verschiedene Sicherheitsunternehmen haben bereits für ihre Mitglieder eine verpflichtende Implantation eingeführt.
In den nächsten Jahren könnte der RFID-Chip als Ersatz für den Personalausweis, Führerschein und eine Geldkarte für alle Bürger verpflichtend werden. Seit 2007 werden die deutschen Reisepässe bereits mit einem RFID-Chip ausgestattet.

In Deutschland bewirbt die Telekom RFID.

Nein, Nein und nochmals: Nein! Wir sind keine Tiere!
IBM, Verichip

Die Unerträglichkeit des neoliberalen Polittalks

Wilfried Schmickler - "Minderleister" 06.06.2008

Warum gibt das Fernsehen menschenverachtenden Politikern immer und immer wieder ein öffentliches Forum zur Realitätsverdrehung und schlimmster Hetze gegen die zwangsläufigen Verlierer einer marktradikalen Politik? Wie viele vermeintliche Vorschläge zur Armutsbekämpfung sind in Wirklichkeit Armenbekämpfung? Wie oft noch wird das Streben nach ökonomischer Fairness und sozialem Ausgleich als "Neiddebatte" diskreditiert? Es hat nichts mit Neid zu tun, denn das Gerechtigkeitsgefühl ist in Menschen angelegt - selbst bei Schimpansen konnten Verhaltenswissenschaftler ein Gefühl für Gerechtigkeit entdecken. Die Zusammensetzung der zu Polittalkshows geladenen Gäste entspricht schon lange nicht mehr unserer Gesellschaft. Warum sollten derartige Sendungen dann noch mit Einschaltquoten belohnt werden? Verschwenden Sie nicht Ihre wertvolle Lebenszeit mit dem Ansehen dieser unerträglichen Sendungen! Bezahlen Sie nicht länger Ihre eigene Gehirnwäsche am Zeitungskiosk! Es gibt Alternativen, die tatsächlich geistig bereichern.
Immerhin zeigt die Häufigkeit marktradikaler Politfloskeln in den Medien eines: wer eine falsche Logik gegen das eigene Realitätsempfinden der Zuschauer durchsetzen will, muss es offensichtlich oft tun, denn eine Politik, deren Ergebnisse für sich selbst sprechen würde, müsste nicht derart aggressiv beworben werden. Haben Sie sich einmal gefragt, warum die wirtschaftshörige PR-"Initiative neue soziale Marktwirtschaft" ein so großes Finanzbudget hat? Man braucht offensichtlich Millionen, um die Wahrnehmung von Wirklichkeit bei der Bevölkerung zu manipulieren. Und wenn man sich Umfragen zu bestimmten Themen wie Mindestlohn, Bahnprivatisierung, Afghanistaneinsatz oder zu sozialem Ausgleich anschaut, dann ist diese Manipulation noch nicht einmal wirklich erfolgreich. In solchen Fällen zündet dann die zweite Stufe des Widersinns: das Ziehen falscher Schlussfolgerungen aus korrekten Umfrageergebnissen. Ein aktuelles Beispiel hierzu ist das vermeintliche Umfrageergebnis, dass die Deutschen unzufrieden mit der sozialen Marktwirtschaft wären. Ist es nicht eher so, dass die Deutschen gern soziale Marktwirtschaft hätten, der soziale Aspekt aber überwiegend unter die Räder gekommen ist? Was wir angesichts immer extremerer Einkommensunterschiede haben, kann man nur noch mit viel Zynismus als "soziale" Marktwirtschaft bezeichnen. Nein, es stimmt einfach nicht, dass jeder seines Glückes Schmied ist und man deswegen nur Chancengleichheit und gute Bildung benötigt. Beides sind leere Worte, denn die Chancengleichheit hat - wie auch die staatlichen Bildungsbudgets - abgenommen. Es sind die argumentativen Rückfallpositionen einer Politik, die von den Ergebnissen ihrer marktfundamentalistischen Barbarei ablenken will.

Wahl 2009 in Deutschland

Besser als in folgendem Video kann man nicht zusammenfassen, wie schizophren es ist, daß die Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht nur Parteien wählen, die ihre Interessen nicht vertreten, sondern sogar Parteien, die das politische Gegenteil von dem umsetzen, was der Wähler in sämtlichen Umfragen mehrheitlich vertritt. Dafür gibt es unter anderem drei ineinandergreifende Gründe:
  1. traditionelles Wählen: man wählt die Partei, die man schon immer gewählt hat
  2. Personalisierung anstelle einer Beschäftigung mit den politischen Inhalten, was sich bei Wahlen in übergroßen Personenplakaten mit nahezu keiner politischen Aussage zeigt
  3. das leider nach wie vor erfolgreiche Hoch- und Niederschreiben von bestimmten Kandidaten in der von Bertelsmann / Springer dominierten Presselandschaft
Volker Pispers - Das politische Elend in Deutschland